Kill the Requirement – Teil 1

Der Lösungsreflex: Warum wir Probleme übersehen und Lösungen bauen, die keiner braucht

In unserer Arbeit mit Produktteams, System Engineers und Requirements Engineers begegnet uns eine Frage immer wieder – und sie ist fast schon ein Reflex:

„Was sind euere Anforderungen an das System?“

Die Intention ist gut. Die Wirkung oft fatal. Denn: Die Mehrzahl aller Projekte scheitert nicht an der Technik – nicht an Java-Versionen, Container-Setups oder Testabdeckung. Sie scheitert daran, dass Anforderungen geschrieben werden, bevor überhaupt klar ist, was wirklich gebraucht wird.

Willkommen im Requirements Engineering, wie wir es nicht mehr brauchen.

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bavAIRia business breakfast am 12. November in Gilching beim bavAIRia e.V.

Am 12. November haben der bavAIRia e.V. und SOPHIST in Gilching gemeinsam das bavAIRia Business Breakfast zum Thema Systems Engineering durchgeführt.

Unter dem Motto „Vom Lastenheft zum Fluggerät!“ wurde deutlich: Systeme – und insbesondere Flugzeuge – werden immer komplexer. Gleichzeitig steigen die Anforderungen von Gesetzgebern und Aufsichtsbehörden kontinuierlich. Für die Entwicklung von Systemen und Komponenten bedeutet dies einen deutlich höheren Bedarf an strukturierter Dokumentation und sorgfältiger Planung.

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Neu bei SOPHIST: Workshops für mehr Praxis im Requirements Engineering und Systems Engineering

Ob klassisch, agil oder KI-unterstützt – unsere neuen Workshops bringen Methoden dorthin, wo sie hingehören: in die Anwendung.

Von der Theorie zur Praxis: Warum Workshops der nächste logische Schritt sind

In den letzten Jahren haben wir bei SOPHIST immer wieder eines gehört: „Das Training war super – aber wie setze ich das jetzt konkret in meinem Projekt um?“
Eine Frage, die uns nicht überrascht. Denn so wertvoll fundiertes Wissen im Requirements Engineering und Systems Engineering auch ist – der Transfer in den beruflichen Alltag ist oft die eigentliche Herausforderung.

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Analysetätigkeiten für belastbare Anforderungen – Anforderungen abstrahieren

BLOG-Serie: Teil 4 von 8

Hiermit begrüßen wir Sie zum Teil 4 der Blogserie „Analysetätigkeiten für belastbare Anforderungen“.

In diesem Teil der Blogserie beschäftigen wir uns mit dem Abstrahieren von Anforderungen.

Allgemein ist Abstraktion der Prozess, bei dem wir die wesentlichen Merkmale eines Systems identifizieren und unwichtige Details ausblenden. Dadurch können wir uns auf das große Ganze konzentrieren, ohne uns in den Einzelheiten zu verlieren.

Worum geht es bei dieser Analysetätigkeit?

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Analysetätigkeiten für belastbare Anforderungen – Anforderungen Separieren

Blog-Serie – Teil 2 von 8

Willkommen im Teil 2 der Blog-Serie „Analysetätigkeiten für belastbare Anforderungen“. In diesem und den folgenden 5 Artikeln betrachten wir die im ersten Blogbeitrag erwähnten Analysetätigkeiten nacheinander im Detail.

Hierzu stellen wir zuerst vier Ursprungsanforderungen (U1 – U4) aus einem beispielhaften Smart-Home-System (SHS) vor, die gemäß den Analysetätigkeiten in Ergebnisanforderungen (E1 – Ex) umgewandelt werden:

  • Das SHS muss die Erlaubnis zum Öffnen der Tür überprüfen und innerhalb von 2 Sekunden die Tür öffnen. (U1)
  • Das SHS muss jede Entriegelung einer Tür auf konfigurierten Handys und Tablets innerhalb von 2 Sekunden anzeigen. (U2)
  • Der Türsensor muss den Status einer Tür (offen/geschlossen) melden. (U3)
  • Die Nutzung des SHS muss so einfach wie möglich sein. (U4)

Als erwähnenswert gelten auch die Regeln aus dem SOPHIST-REgelwerk, die wichtige Hinweise liefern, welche Defizite in den betrachteten Anforderungen vorhanden sind. Ebenso die SOPHIST-MASTeR-Schablone zum Formulieren von Anforderungen.

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