Interoperabilität: Warum Verbundsysteme in der Integration scheitern

Verbundsysteme scheitern in der Integration selten an der Technik, sondern an Anforderungen wie „Das System muss interoperabel sein“: Sie lassen offen, mit wem welche Informationen in welchem Format und in welcher Zeit ausgetauscht werden, und jede dieser Lücken füllt jeder Auftragnehmer auf seine eigene Weise. Interoperabilität entscheidet sich deshalb nicht erst im Integrationstest, sondern bei klaren, testbaren Schnittstellenanforderungen.

Zum Abschluss unserer Defense-Reihe „Interoperabilität im Verbund“ spricht Stefan Wellhausen, Account Manager Defense und Aerospace bei der SOPHIST GmbH, mit seinem Kollegen Dominik Häuser, Berater und Trainer für Requirements und Systems Engineering, sowie mit Christian Efstratiadis und Daniel Draws von der Expleo Technology Germany GmbH. Die einen schreiben Anforderungen, die anderen weisen nach, ob das System sie erfüllt. Im Gespräch zeigt sich, warum diese Trennung zu kurz greift: Eine Drohne klärt auf, ein Gefechtsstand entscheidet, eine Panzergruppe hält ein Lagebild. Alle Systeme funktionieren einzeln, und der Verbund bricht trotzdem.

Video: Interoperabilität: Warum Verbundsysteme in der Integration scheitern · ca. 13 Min · SOPHIST GmbH × Expleo

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Lastenheft und Pflichtenheft einfach erklärt: Der Unterschied und was hineingehört

Der Unterschied zwischen Lastenheft und Pflichtenheft liegt in der Perspektive: Das Lastenheft beschreibt aus Sicht des Auftraggebers das Problem – was gebraucht wird und wofür. Das Pflichtenheft beschreibt aus Sicht des Auftragnehmers die Lösung – wie dieses Problem gelöst wird. Klingt banal. Aber genau an dieser Trennung kippen Abnahmen, und dann streiten beide Seiten nicht mehr über das System, sondern darüber, was eigentlich geschuldet war.

Carsten Pflug, Berater für Requirements Engineering bei der SOPHIST GmbH, zeigt im Video die Prüffrage für jeden Satz in beiden Heften und die vier typischen Fehler am Beispiel einer Smart-Home-Ausschreibung.

Video: Lastenheft und Pflichtenheft einfach erklärt: Der Unterschied und was hineingehört · ca. 9 Min · SOPHIST GmbH

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Nicht-funktionale Anforderungen – die heimlichen Stars jeder Spezifikation

Nicht-funktionale Anforderungen beschreiben, in welcher Qualität, unter welchen Bedingungen und mit welchen Vorgaben ein System seine Funktionen erfüllt – von der Antwortzeit über die Betriebstemperatur bis zum Vertrag. Sie stehen in fast keinem Backlog und tauchen in fast keinem Review auf. Und am Ende entscheiden genau sie, ob jemand dein System benutzen will.

Roland Kluge von der SOPHIST GmbH zeigt im Video, warum nicht-funktionale Anforderungen so zuverlässig vergessen werden, welche vier Kategorien in Projekten am häufigsten fehlen und wie du sie mit den MASTeR-Schablonen messbar und testbar formulierst.

Video: Nicht-funktionale Anforderungen – die heimlichen Stars jeder Spezifikation · ca. 10 Min · SOPHIST GmbH

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Interoperabilität entsteht nicht in der Integration

Interoperabilität entsteht nicht in der Integration, sondern in der Anforderungsarbeit, Jahre vorher – durch Menschen, die sich über Systemkontext, Randbedingungen und Schnittstellen verständigt haben. Wer diese drei Dinge früh klärt, bekommt Systeme, die sich nicht nur verbinden, sondern verstehen. Wer sie offen lässt, entdeckt die Lücken erst, wenn die Systeme zum ersten Mal miteinander reden sollen.

Im letzten Teil der Reihe zieht Stefan Wellhausen, Branchenaccount Manager für Defense und Aerospace bei der SOPHIST GmbH, die Quintessenz und beantwortet die Frage, die nach so einer Reihe immer kommt: Womit fangen wir an?

Video: Interoperabilität entsteht nicht in der Integration · SOPHIST GmbH

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MBSE ist kein Tool-Projekt

MBSE ist kein Tool-Projekt. Modellbasiertes Systems Engineering legt das Systemwissen nicht in verteilten Dokumenten ab, sondern in einem gemeinsamen Systemmodell, in dem Anforderungen, Struktur, Verhalten und Schnittstellen verknüpfte Elemente sind. So werden Lücken und Widersprüche im Verbund sichtbar, bevor sie im Einsatz auffallen. Eine Modellierungslizenz allein leistet das nicht: Ein Modell mit vagen Anforderungen ist ein vages Modell mit besseren Bildern.

Im Video baut Stefan Wellhausen, Branchenaccount Manager für Defense und Aerospace bei der SOPHIST GmbH, das Szenario aus den ersten beiden Teilen der Reihe als Systemmodell auf und zeigt, welche Fragen das Modell stellt, die ein Lastenheft nie stellen würde.

https://youtu.be/4opN_zgSsxQ

Video: MBSE ist kein Tool-Projekt · SOPHIST GmbH

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