SOPHIST bringt Licht in die Dunkelheit

Anforderungen beinhalten meist einen Hinweis auf ihre juristische Relevanz. SOPHIST bringt Licht in das Wirrwarr um die deutsche Übersetzung der aus dem englischen stammenden Worte „shall, should und will“.

Bei der Spezifikation von Anforderungen, legt man in der Regel für jede Anforderung eine juristische Relevanz fest. Man unterscheidet hier zwischen rechtlich bindenden, dringend empfohlenen und zukünftigen Anforderungen. Dies geschieht indem man die Anforderung mit einem Schlüsselwort (engl. shall – should – will) versieht. Das große Problem hierbei ist die Übersetzung ins Deutsche. Hier existieren viele Möglichkeiten diese Schlüsselworte zu übersetzen.
Wir stoßen in der Projektrealität auf die folgenden beiden Übersetzungen:
Somit wird der Begriff „soll“ einerseits für empfohlene Anforderungen verwendet, andererseits für juristisch verbindliche Anforderungen.
Es existiert in der gesamten Fachliteratur keine eindeutige Lösung für das Problem, sondern nur sich gegenseitig widersprechende Ansätze.
SOPHIST hat sich nun festgelegt. Wir sind zu der Überzeugung gelangt, das „shall, should und will“ durch die Worte „muss, sollte und wird“ übersetzt werden muss um die juristische Relevanz Ihrer Anforderungen eindeutig zu klassifizieren. Diese Festlegung umgeht das Problem, dass der bisher unterschiedlich eingesetzte Begriff „soll“ vermieden wird.
Wir haben beim Nachdruck unseres RE-Buches diese Erkenntnis natürlich auch mit einfließen lassen.
Die nun aktualisierte SOPHIST Anforderungsschablone sieht wie folgt aus:
Wir hoffen damit einen weiteren Schritt in Richtung einer perfekten Spezifikation gemacht zu haben.

Neues Prüfungsverfahren beim IREB

Ab 1. Mai 2008 wird sich das Prüfungsverfahren zum “Certified Professional for Requirements Engineering” ändern. Ab diesem Zeitpunkt müssen in den Prüfungen 45 statt bisher 43 Fragen beantwortet werden. Die Prüfungsdauer erhöht sich damit von 60 Minuten auf 75 Minuten.

Mehr über das IREB erfahren Sie auf der Homepage: http://certified-re.de

IREB – Internationalisierung schreitet voran

Vier weitere Länder bieten nun die Zertifizierung zum “Certified Professional for Requirements Engineering” an…

In den USA, Indien, Israel und in den Niederlanden können Interessierte zukünftig die Prüfung zum “Certified Professional for Requirements Engineering” ablegen. Damit schreitet die Internationalisierung des IREB-Zertifikates weiter voran, was besonders vor dem Gesichtspunkt, dass immer mehr IT-Projekte über unterschiedliche international Standorte abgewickelt werden, ein wichtiger Schritt ist.

Durch die zunehmende länderübergreifend Verbreitung des Zertifikates können internationale Standards gesetzt und damit Qualitätssicherung betrieben werden. Dass das IREB mit seinem Lehrplan auf dem richtigen Weg ist, zeigt der gute Zuspruch. Im ersten Jahr der Einführung des Zertifikates, 2007, haben sich in Deutschland und in der Schweiz bereits ca.  500 Personen zertifizieren lassen. Die Tendenz ist steigend, denn schon im ersten Quartal 2008 wurden allein in Deutschland ca. 80 Prüfungen abgelegt.

Have you hugged a tree today?

Nachdem Chris bereits einige Eindrücke über Neuseeland und Australien gezeigt hat, möchte ich nun mit einer Anekdote aus meinem kürzlich beendeten USA-Urlaub dagegen halten…

Auf meiner Tour durch den Sequoia National Park ist mir nämlich (rein zufällig) einer der größten Bäume der Erde über den Weg gelaufen

Wer einmal in den den Sequoia National Park kommt sollte unbedingt auch das Museum besuchen. Dort wird sehr beeindruckend die Geschichte dieser Bäume erklärt. Es gibt verschiedene Kategorien der Sequoia Trees, die “Giganten” unter ihnen werden über 2000(!) Jahre alt. Sie haben eine natürliche Abwehr gegen alles entwickelt, was einem Baum so schaden kann (Feuer, Pilzbefall, Insekten, etc). Die Theorie der Naturforscher ist: Falls nicht eine größere Naturkatastrophe kommt, sind diese Bäume unsterblich.

Tja, was soll ich sagen, ein paar Schritte weiter hängt ein Bild. Dieses Bild zeigt wie eine Hand voll Männer – stolz wie Oskar – mit Äxten und Sägen in der Hand neben einem gefällten Giganten stehen… In solchen Momenten schämt man sich ein wenig für die Menschheit, die sich benimmt wie ein Kleinkind im Süßwarenladen.

Meine Schwester und ich waren jedenfalls der Meinung, dieser Giant Sequoia hätte nach über 2000 Jahren eine Umarmung verdient.