Videos im RE: Der Pilz stellt sich vor

Bereits in unserem BlogVideos im RE: SOPHISTical Geographic“ haben wir uns die Frage gestellt, ob Videos im Bereich Requirements-Engineering von Bedeutung sein können. Vor allem in Bezug auf die Erhebung und die Dokumentation von Anforderungen, sind wir der Meinung, dass Videos durchaus als Unterstützung dienen können.

In diesem Zusammenhang wurde auch geteasert, dass Pilze eine große Rolle in unserem Innovations-Projekt spielen. Nun, für mehrere Pilze hat es nicht gereicht, aber da ist immerhin ein PILZ. Dieser hat jedoch eine enorm hohe Bedeutung für unser Innovations-Projekt „Videos im RE“. Doch was ist er eigentlich?

 

Essen kann man ihn nicht den PILZ, aber trotzdem wird sich der ein oder andere Stakeholder über ihn freuen. Um Laien beim Drehen ihrer Videos für die Anforderungsanalyse zu unterstützen, stellt PILZ konkrete Handlungsanweisungen bereit. PILZ ist ein Akronym und steht für Phase, Inhalt, Lösungsbezug und Zeitbezug. Die einzelnen Koordinaten, wie wir sie nennen, bedeuten Folgendes:

In der Phase dreht sich alles um die Haupttätigkeiten des Requirements-Engineering, nämlich Ermitteln, Dokumentieren, Prüfen/Abstimmen und Verwalten, welche mit Qualitätskriterien für RE-Videos verknüpft sind. Man sollte sich daher vorab überlegen, für welche dieser Phasen das Video bestimmt ist, um dann mit Hilfe der Qualitätskriterien ein sinnvolles Video zu erstellen. Das Qualitätskriterium „Videolänge“ gibt bei Videos für die Phase Verwalten eine geringere Zeitspanne vor als für die Phase Ermitteln, d.h. beim Ermitteln ist man flexibler mit der Videolänge.

Der Inhalt legt fest, was genau gefilmt werden soll, sprich es werden Videostrukturen vorgegeben. Dazu zählen die für das System relevanten Personas, sowie die Bestimmung der System- und Kontextgrenzen. Aber auch die Berücksichtigung relevanter Szenarien, wie beispielsweise Informationen zu Sicherheits-und Fehlverhalten, können in einem Video festgehalten werden. Zu all diesen Inhalten wird unser PILZ Tipps und Tricks bieten, was es dabei zu beachten gibt.

Im Lösungsbezug wird zunächst unterschieden, ob ein Video, inhaltlich gesehen, völlig lösungsneutral, lösungsneutral bezüglich der Technik oder lösungsorientiert bezüglich der Technik und des Systemprozesses ist. Für jede dieser Stufen stellt der Lösungsbezug konkrete Handlungsanweisungen bereit, um diese in einem Video umzusetzen.

Zum Schluss steht noch der Zeitbezug. Hier wird überprüft, ob das zu filmende System bereits vorhanden ist oder es erst realisiert werden soll. Zu den beiden Fällen werden dann Handlungsanweisungen angeboten. Dabei sollen, on top, Tipps zum Low Fidelity Prototyping (Definition) geliefert werden, da die von den Stakeholdern produzierten Videos definitiv keine high quality Anfertigungen werden sollen.

PILZ ist damit aber noch nicht ganz reif für die Ernte. Wir arbeiten aktuell fleißig daran, die einzelnen Koordinaten auszuarbeiten und freuen uns schon, bald unsere Ergebnisse vorzustellen. Im nächsten Blog zu „Videos im RE“ werden wir genauer auf PILZ und vor allem auf sogenannte Umgebungsvideos eingehen.

Bildquellen:

Titel: Man and Laptop
Quelle: iStockphoto
Autor: Alxpin

Titel: Hypnotizing Watch
Quelle: iStockphoto
Autor: matt_benoit

 

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