Verschwendung bei der Entwicklung von Architekturen – so entgegen steuern…

Wundern Sie sich auch, wie aufwendig die Erstellung einer guten Systemarchitektur ist? Vielleicht sind einige diese Aufwände überflüssig und das Resultat einer offensichtlichen oder verdeckten Verschwendung von Ressourcen. In unterschiedlichen Kontexten haben wir als Berater für Systems Engineering ähnliche Symptome wahrgenommen. Wir haben uns gefragt, was die Ursache dieser Symptome sein könnte, um bewusst dieser Ursache entgegenwirken zu können. Dabei sind wir auf eine Sammlung von wiederkehrenden Problemen gestoßen, die für eine gewisse Verschwendung und auch für Konfliktpotenzial sorgen.

Eines dieser Probleme sei hier exemplarisch herausgegriffen. Es betrifft die Verantwortlichkeit für die einzelnen Systembestandteile in einer Systemarchitektur. Wir können zunächst davon ausgehen, dass sich Architekturen baumartig aufbauen. Die Wurzel des Baumes stellt das Gesamtsystem dar, die Blätter repräsentieren die Komponenten.

Wir erleben, dass übergreifende Entscheidungen den Verantwortlichen in den Blättern der Systemarchitektur überlassen werden. Da ringt nun jede Partei darum, das Beste für die eigene Komponente herauszuholen und möglichst wenig Aufwand in der Umsetzung zu behalten. In einem solchen Vorgehen „gewinnt“ meist nur eine Komponente, alle anderen verlieren. Die Konsequenz für die Systemarchitektur ist, dass anstelle von globalen Optima lokale Optima erzeugt werden. Ursache für dieses Vorgehen ist, dass Verantwortlichkeiten auf übergeordneten Architekturebenen nicht vergeben oder nur unzureichend wahrgenommen und mit notwendigen Kompetenzen besetzt werden. Damit fehlt eine Person, die übergreifende Entscheidungen mit einer gewissen Neutralität bzw. Objektivität treffen und fachlich begründet durchsetzen kann. Aber welche Person steht hierarchisch über den Komponenten? Die Orientierung am Organigramm wird ihnen nicht helfen. Dort finden Sie vor allem gut beschäftige disziplinarische Vorgesetzte mit Führungsaufgaben, nicht aber die Fachexperten für das Gesamtsystem.

Die Lösung liegt in der Benennung von fähigen SystemarchitektInnen für Architekturelemente auf höheren Ebenen. Für eine erfolgreiche Arbeit sollten diese SystemarchitektInnen über ausreichend fachliche Kompetenz, Zeit und Durchsetzungsvermögen verfügen, um Probleme zu erkennen, ganzheitliche Lösungsalternativen zu entwickeln und unter Abwägung der Vor- und Nachteile belastbare Entscheidungen zu treffen. Damit lässt sich eine Zusammenarbeit zwischen Verantwortlichkeiten der Komponenten und des integrierenden Systems etablieren – wir nennen es das ArchitektInnen-Dreieck.

In der konstruktiven Zusammenarbeit werden die Constraints des Systems und der Komponenten transparent. Liegen die Argumente aller Beteiligten auf dem Tisch, können klare Richtlinien und damit auch die verfügbaren Freiheitsgrade für die Umsetzung vereinbart werden. Mit anderen Worten: Haben sich die drei Parteien über Informationsflüsse, Kommunikationsprotokolle und Hardwarestandards geeinigt, kann die Realisierung innerhalb der Komponenten anhand dieser Vereinbarung unabhängig und doch verzahnt funktionieren.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, an welchen Stellen wir Verschwendung aufspüren und gemeinsam mit unseren Kunden beseitigen konnten oder wie wir Sie in Ihrem Projekt unterstützen können? Schreiben Sie uns eine E-mail an vertrieb@sophist.de oder hinterlassen uns gerne einen Kommentar.  

PS: Wir haben auch ein kleines Teaser-Video erstellt – schauen Sie doch mal rein. Bis bald.

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