Klasse vermitteln! (K)ein Drama in 11 Akten – 10. Akt: Wir modellieren: Klappe die Zweite

Im letzten Teil unserer Blogserie haben wir Ihnen unser Vorgehen beim Modellieren eines Begriffsmodells beschrieben und eine erste Aufgabe zu Modellierungsszenarien vorgestellt. Heute gehen wir auf ein weiteres Modellierungsszenario ein – den Exemplartyp.

Lösung Modellierungsszenario Composite Pattern

Bevor wir zu unserem zweiten Modellierungsszenario kommen, präsentieren wir Ihnen jedoch noch die Lösung zum Composite Pattern. Es ging darum, eine Ordnerstruktur mit Unterordnern und Dateien, die darin abgelegt sind zu modellieren. Hier unsere Lösung als Begriffsmodell auf Basis des UML-Klassendiagramms.

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Das Element als abstrakte Basisklasse definiert das gemeinsame Verhalten aller Klassen. Die Datei repräsentiert ein Einzelobjekt, an dem keine Kindknoten hängen, während der Ordner Elemente enthält, die entweder Ordner oder Dateien sind.

Diese Darstellung ermöglicht eine einheitliche Behandlung von Primitiven und Kompositionen und lässt sich gut um weitere Klassen erweitern.

Konnten Sie diese knifflige Aufgabenstellung umsetzen? Oder haben Sie Fragen zu unserer Lösung? Verwenden Sie für Diskussionen gerne die Kommentarfunktion auf dieser Seite.

Modellierungsszenarien Teil 2

Ein weiteres Modellierungsszenario, das wir unseren Teilnehmern vermitteln möchten ist der sogenannte Exemplartyp. Wir erklären Ihnen anhand eines Beispiels, was wir darunter verstehen.

Wir haben uns für einen Ausschnitt aus einem Begriffsmodell für ein Bibliothekssystem entschieden um das Problem graphisch für Sie darzustellen.

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Wie man sieht, kann der Kunde über einen Reservierungsvorgang genau einen Leihgegenstand (Buch, Video oder Zeitschrift) reservieren.

Stellen wir uns nun vor, dass die Bibliothek durchaus mehrere Exemplare mit demselben Titel in ihrem Bestand haben kann. In diesem Fall ist es für den Kunden sinnvoller, wenn er nicht einen bestimmten Leihgegenstand reservieren kann, sondern irgendeinen Leihgegenstand mit dem entsprechenden Titel (also ein Exemplar dieses Typs). So kann der Reservierer auf den Leihgegenstand mit dem entsprechenden Titel zugreifen, der als erster in der Bibliothek verfügbar ist. Ein Exemplartyp ist also ein Typ eines Exemplars der erfasst werden muss, um eine Reservierung für ein beliebiges Exemplar dieses bestimmten Typs durchführen zu können.

Überlegen Sie, wie Sie diese neue Herausforderung meistern können, und erweitern Sie entsprechend das gezeigte Begriffsmodell.

Wir lassen unsere Schulungsteilnehmer selbstständig an einer Lösung des vorgestellten Problems arbeiten. Lösungsvorschläge werden anschließend gemeinsam diskutiert. Dabei sollen die Teilnehmer selbst darauf kommen, ob die gezeigten Lösungen richtig sind oder welche Probleme auftreten.

Auch hier gilt, wie bereits in anderen Teilen dieser Blogserie, dass selbstständiges Erarbeiten von Lösungen inklusive Fehler machen, Fehler erkennen und über Fehler diskutieren ein wichtiger Schritt ist, um komplexes Wissen zu vertiefen.

Im nächsten und damit auch leider schon letzten Teil dieser Blogserie werden wir Ihnen unsere Lösung für das Modellierungsszenario Exemplartyp präsentieren und ein abschließendes Fazit ziehen.

 

 

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