Scaled Agile Frameworks- Teil 2: Eine der ersten Ideen Scrum zu skalieren.

Zwischen der Entstehung des Agilen Manifests 2001 und heute hat das Thema Agilität nichts an Aktualität eingebüßt. Ja, sogar noch zugenommen. Nach wie vor wird an dem Problem der Umsetzung dieses Manifests gearbeitet. Im Besonderen, wie ein agiles Konzept in einem größeren Maßstab verwirklicht werden kann. Bereits in der Frühphase 2001 stellte Jeff Sutherland mit Scrum of Scrums eine Möglichkeit vor, agile Prozesse zu skalieren.  Bis heute wurde eine Vielzahl an Frameworks erdacht. Grund genug in dieser kleinen Blogserie die wichtigsten Vertreter der Scaled-Agile-Frameworks-Welt vorzustellen. Nach einem kurzen Überblick der gängigsten Frameworks widmen wir uns nun im zweiten Teil ganz und gar der bereits erwähnten elementarsten Idee Agilität zu skalierendem Scrum of Scrum Meeting. 

Scrum of Scrum das erste seiner Art. 

Wir haben in unserem letzten Blogartikel bereits mehrere Scaled Agile Frameworks angeteasert, die eine agile Vorgehensweise auch für große Projekte ermöglichen und die dafür nötigen Strukturen bieten. Von einem der Scrum-Erfinder selbst, Jeff Sutherland, wurde 2001 zuerst die Idee des Scrum of Scrums, auch „Meta Scrum“ genannt, beschrieben. Dieses orientiert sich weiterhin stark an den Grundlagen von Scrum, implementiert diese aber auch für Projektteams, die die optimale Personenzahl von circa fünf Personen eines Scrumteams wesentlich übersteigen: 

Das Grundprinzip von Scrum bleibt zunächst unverändert; Ein Scrum-Team organisiert sich in einer Einheit von drei bis neun Personen, die sich täglich von Angesicht zu Angesicht zum „Daily-Scrum“ treffen, über ihre Fortschritte und Hindernisse berichten und ihre Aktivitäten abstimmen. Im Scrum of Scrums Framework wählen die Teammitglieder am Ende jedes Daily Scrum nun einen oder mehrere „Botschafter“ aus, welche(r) die aktuellen Fortschritte, nächsten Schritte und möglichen Behinderungen seines Scrum-Teams sammelt und diese in einem Treffen mit den Botschaftern der anderen Teams im „Scrum of Scrums“ vorstellt und diskutiert. Der gewählte Botschafter kann hierbei jedes Teammitglied sein, sollte jedoch die Person sein, die am meisten Verständnis für die aktuellen, teamübergreifenden Themen mitbringt.  

Im anschließenden Scrum of Scrums Meeting liegt nun der Fokus darauf, die Zusammenarbeit der Einzelteams zu fördern, indem die Botschafter die Arbeiten der einzelnen Scrum-Teams aneinander ausrichten und Hindernisse der einzelnen Teams auf Teamebene angehen können. Dieses Konzept lässt sich beliebig skalieren, um beispielsweise auch ein „Scrum of Scums of Scrums“ zu ermöglichen.  

Der Fokus liegt weiterhin jedoch darauf Zusammenarbeit zu stärken und durch kurze Iterationen schnell auf Hindernisse oder nötige Synchronisation der Einzelteams reagieren zu können.  

In der Praxis jedoch muss ein tägliches Treffen der Botschafter gar nicht nötig sein. Die Notwendigkeit hierzu müssen die Botschafter untereinander abstimmen, vor dem Hintergrund, dass auch ein längeres Scrum-of-Scrums Treffen vereinbart werden kann, „Long Scrum of Scrums“ genannt, in welchem die Botschafter ihre Arbeiten längerfristig synchronisieren und eventuelle Probleme ausführlich diskutiert werden können. 

Soviel zunächst zum ersten gedanklichen Ansatz für skalierte Agilität. Im nächsten Beitrag widmen wir uns NEXUS. 

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