Always online – Informationsflut Teil 1

Meist merken wir gar nicht mehr, unter welchem Dauerbeschuss wir stehen und welcher permanenten Reizüberflutung wir ausgesetzt sind.
Ständig läuft der Nachrichtenticker, Facebook ist offen und der Refresh–Button wird ständig gedrückt aus Angst, dass man etwas verpassen könnte. Über Smartphones, I-Pads, Email etc. sind wir ständig und immer erreichbar und das ist leider nicht nur beruflich, sondern auch schon ins Privatleben übernommen worden.

Eine Studie die 2008 von AOL durchgeführt wurde ergab das 46% der Befragten zugaben E-Mailsüchtig zu sein, 60% davon checkten Ihre Mails sogar im Bad. Wer weiß, wie die Zahlen inzwischen sind…wahrscheinlich höher.
Haben Sie sich gerade wiedererkannt?

Selbst im Urlaub bleibt das Handy nicht zu Hause oder ausgeschaltet, sondern ist ständiger Begleiter, aber nicht um im möglichen Notfall einsatzbereit zu sein, sondern um jederzeit erreichbar zu sein. Da hätte man dann aber auch daheim bleiben können….na, schon wieder erwischt?

Welcher wirtschaftliche Schaden daraus entstehen kann ist unglaublich.
Bei Intel lief eine Berechnung zu den Kosten bei Intel intern, die durch die Bearbeitung unnötiger E-Mails, die Rückkehr zur eigentlichen Arbeit und die dadurch verringerte Leistungsfähigkeit entstehen, die sich auf fast 1 Million Dollar belaufen.

Laut einer Studie von Microsoft, die die E-Mail Gewohnheiten von Kollegen studierte, dauerte es im Durchschnitt 24 Minuten, nach einer Unterbrechung durch eine E-Mail-Benachrichtigung, bis die vorherige Aufgabe wieder aufgenommen wurde.

Wenn man sich das mal so durch den Kopf gehen lässt summiert sich da einiges zusammen.

Zudem sollte mal erwähnt werden das Emails oft als falsches Medium eingesetzt werden. Sie eignen sich nicht zum chatten- um ewiges hin und herschreiben zu vermeiden, nehmen Sie den Telefonhörer in die Hand und rufen an. Das geht meist schneller und man kann mögliche Punkte direkt klären, ohne eventuelle Missverständnisse zu produzieren.

Auch eine einfache Faustregel zum Schreiben von Mails könnte helfen. Machen sie es kurz, beschränken sie sich auf max. 5 Sätze. Und damit der Spaß trotzdem nicht verloren geht, können Sie ja mal Ihre Mail bei http://www.blablameter.de/  auf unnötige Phrasen, etc. prüfen :-)

Mehr dazu folgt in den nächsten Wochen bei SOPHIST, also bleiben Sie uns gewogen.
Und um es mal mit den Worten von Peter Lustig zu sagen: „Ihr seid ja immer noch da….na, jetzt aber Ausschalten!“

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