UML – Lieber frontal oder im Profil?

13 Diagramme! Mehr als 200 Notationselemente! Zumindest geschätzt, denn es hat sich wohl noch niemand die Mühe gemacht alle Notationselemente der UML 2 zusammenzuzählen. Bei dieser Menge stellt sich jedem sogleich die Frage, brauche ich überhaupt alle und passen diese Elemente für mein spezielles Problem? Eine Antwort auf diese Fragen liefern die UML Profiles.
Um die Frage kurz zu beantworten: „Nein, wir brauchen nicht alle Elemente und nein die passen nicht immer für unser spezielles Problem.“
Ok, es wäre ja auch ein riesiger Zufall, wenn für unser Problem eine vorgefertigte Lösung bestünde. Also passen wir die UML entsprechend an.
Anpassungen der UML sind in vielerlei Hinsicht möglich. Es können neue Elemente hinzugefügt werden, bestehende Elemente erweitert oder eingeschränkt werden.
Wichtige Regel dabei ist, dass bei all den Änderungen nicht gegen die Gesetzmäßigkeiten der UML  verstoßen wird.

Haben wir die Änderungen durchgeführt und schnüren diese zu einem Paket zusammen, dann haben wir ein UML Profile erschaffen, der UML ein speziell angepasstes Gesicht gegeben.

Dieses Profile können wir für spätere Projekte aufheben, wiederverwenden und mit anderen Profile-Erstellern austauschen. Somit müssen wir das Rad nicht jedesmal neu erfinden, sondern können auf gemachte Erfahrungen aufbauen.

Im Internet finden wir eine Vielzahl an UML-Profiles, die wir sofort nutzen können, und wenn wir ganz viel Glück haben, steht auch noch die Umsetzung des Profiles für das Tool unserer Wahl zur Verfügung. Unter anderem gibt es Profiles für bestimmte Domänen (Finanzwesen, Versicherungsbranche,…), verschiedene Arten von Systemen (z.B. Embedded Systeme), speziell für verwendete Programmiersprachen und und und …

Also einfach mal umschauen, womöglich finden Sie etwas passendes für Ihre Arbeit.

Viel Erfolg beim Modellieren.

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