Statistiken zu gescheiterten Softwareprojekten Teil 2

Wie im ersten Teil der Blogreihe erwähnt, ist eine der weit verbreitetesten Statistiken der Chaos Report der Standish Group. Nach dieser Statistik sind in den letzten Jahren nur ca. 30% der IT-Projekte erfolgreich abgeschlossen worden. Obwohl nicht bekannt ist auf welchen Grundlagen die Standish Group ihre Zahlen erhebt – dazu sollte an dieser Stelle ein interessanter Blogbeitrag von Glen B. Alleman „Standish Report and Naive Statistics“ nicht unerwähnt bleiben –  ist es umso erstaunlicher in wie vielen Empfehlungen für den „garantierten Projekterfolg“ diese Zahlen zu Grunde gelegt werden. Sei es zur Begründung einer agilen Vorgehensweise, eines guten Projekt- oder Risikomanagements. Im Übrigen lässt sich auch der Einsatz des Requirement Engineerings mit dem Chaos Report wunderbar begründen, da einer der Top-Gründe der letzten Jahre immer wieder die mangelnde Anforderungsspezifikation darstellte. Weiterlesen

Statistiken zu gescheiterten Softwareprojekten Teil 1

Das Softwareprojekte hin und wieder scheitern steht außer Frage. Aber wie hoch ist die Abbruchrate genau? In wie vielen Projekten rettet man gerade noch das was zu retten ist und feiert dies dann noch als Erfolg? Eine Aussage darüber sollen uns eigentlich seriöse Statistiken für Softwareprojekte liefern. Doch wie verlässlich sind diese Statistiken und was sagen sie eigentlich aus? Nebenbei  sei erwähnt, dass das Wort Statistik vom lateinischen Wort statisticum „den Staat betreffen“ und dem italienischen Wort statista “Staatsmann„ oder “Politiker„ stammt. Weiterlesen

Wie meint es der eine und wie versteht es der andere… (IX)

Meine Damen und Herren, wir gratulieren Ihnen zum erfolgreichen Abschluss ihrer Online-Zusatzausbildung zum Requirements Engineer (***). Wir können Sie nun voller Zuversicht und guter Dinge in die harte Wirklichkeit der Anforderungsanalyse entlassen (falls Sie dort nicht sowieso schon sind). Wenn Sie unsere Blogserie regelmäßig gelesen und die Inhalte vielleicht sogar ein wenig verinnerlicht haben, sind Sie hinlänglich vorbereitet für die kommenden Aufgaben. Sie werden Ihre Sache gut machen. Weiterlesen

Wie meint es der eine und wie versteht es der andere… (VII)

Mittlerweile haben Sie alle essenziellen chirurgischen Kunstgriffe zur Heilung von Anforderungen kennengelernt und können jede einzelne Anforderung mit fachmännischem Blick auf Anhieb sezieren. Damit kontrollieren Sie bereits die lebenserhaltenden Funktionen einer Spezifikation. Aber welcher Arzt prüft seine Patienten auf Herz und Nieren, um dann später feststellen zu müssen, dass doch nur ein Leistenbruch die Ursache war. Weiterlesen

Wie meint es der eine und wie versteht es der andere… (V)

Ein eindeutiger und unmissverständlicher Sprachstil hat den Vorteil, dass Sie eine Anforderung fast unendlich detailliert formulieren können, vorausgesetzt Sie beachten ein paar grundsätzliche Regeln (die wir Ihnen hier ja nach und nach näherbringen). Dieses Mal nehmen wir uns Zahl- und Mengenwörter vor, besondere Sorgenkinder des Anforderungsanalytikers. Sie bieten die Möglichkeit, die von einer Anforderung beschriebene Funktion oder Eigenschaften zu präzisieren. Sie können aber leider bei unsachgemäßer Anwendung genau das Gegenteil bewirken. Man vergegenwärtige sich folgendes Beispiel: Weiterlesen