Der Starfish – Vorkommen und Zubereitung

 

 

Na? Haben Sie schon eine Vorstellung, worum es in diesem Blog-Beitrag gehen könnte? Wenn Sie jetzt an die fünf-(oder auch mehr-) armigen Tierchen denken, die wir aus unseren Meeren kennen, liegen Sie leider falsch. In diesem Artikel berichten wir nicht über die zweitgrößte Tiergruppe innerhalb der Stachelhäuter, nicht über Forcipulatida, Spinulosida, Valvatidas oder wie sie alle heißen – nein.

In diesem Blog-Beitrag geht es um die sogenannte Starfish-Methode.

Sie haben jetzt ein riesiges Fragezeichen im Kopf? Keine Angst – im Laufe dieses Beitrages wird alles ein bisschen klarer für Sie werden.

Der Starfish – eine Methode der Retrospektive

Logo Retro SonnenbrilleGehen wir mal an den Ursprung zurück: die Retrospektive. Die fleißigen Leser unter Ihnen werden sich jetzt sicher an unsere Blog-Beiträge zu diesem Thema erinnern. Falls da nichts bei Ihnen klingelt oder Sie Ihrem Gedächtnis einfach noch einmal auf die Sprünge helfen wollen, empfehle ich Ihnen unsere drei Artikel (Wir sollten wirklich einmal miteinander reden! – Tipps für eine erfolgreiche Retrospektive) (noch einmal) zu lesen, bevor Sie mit diesem hier fort fahren.

Jetzt, da Sie sich bereits ein besseres Bild von der Retrospektive machen können (oder Sie wussten vorher schon Bescheid), fragen Sie sich vielleicht, an welcher Stelle der Starfish ins Spiel kommt. Einige von Ihnen können es sich vermutlich schon denken – der Starfish ist eine von vielen Methoden in der Retrospektive. Eingesetzt wird er hauptsächlich in der Stufe „Gather Data“, mit dem Ziel den Verlauf des letzten Sprints in Erinnerung zu rufen und Erlebnisse zu sammeln.

Wie funktioniert diese Methode bzw. wie wende ich sie an?

Hierfür brauchen Sie lediglich:

  • Ein Flipchart,
  • Ein paar Stifte,
  • Moderationskarten und
  • Post-Its

Zur Vorbereitung malen Sie einen Kreis auf das Flipchart, den Sie wiederum in fünf gleich große Segmente unterteilen. Diese fünf Segmente beschriften Sie nun mit „STOP“, „START“, „LESS“, „MORE“ und „KEEP“.

Das sollte dann ungefähr so aussehen:

Unbenannt

Mit ein bisschen Fantasie erkennen Sie nun sicher auch den Seestern in Ihrem Bild.

Jedes dieser Segmente steht für eine Frage, der sich die Teilnehmer stellen werden:

 

STOP:             Womit müssen wir unbedingt aufhören?

START:          Womit sollten wir unbedingt beginnen?

LESS:             Was lief nicht so gut und sollten wir im kommenden Sprint weniger machen?

MORE:            Was lief gut und sollten wir im nächsten Sprint mehr machen?

KEEP:             Was lief super und sollten wir beibehalten?

Fordern Sie die Teilnehmer dazu auf, den letzten Sprint (oder eine andere definierte Zeitspanne) durch diese fünf Blickwinkel zu betrachten und ihre Assoziationen auf Post-Its festzuhalten und dem jeweiligen Sektor zuzuweisen.

Nach einer gewissen Zeit präsentiert jeder Teilnehmer seine Ergebnisse in wenigen Worten und bringt sie auf dem Flipchart an. An dieser Stelle sind außer Verständnisfragen keine Fragen oder Wertungen anderer erwünscht.

Wenn alle Teilnehmer ihre Präsentationen gehalten haben, geht es im nächsten Schritt nun darum, ähnliche Gedanken zusammen zu fassen bzw. die Post-Its übergeordneten Themen zuzuordnen, die auf Moderationskarten festgehalten werden. Achten Sie auch darauf, dass Aussagen wie START oder STOP dabei nicht verfälscht oder vergessen werden.

Behalten Sie stets im Hinterkopf, dass das Hauptziel der Retrospektive das Finden von Zielen und Maßnahmen zu einzelnen Punkten ist. Daher legen wir Ihnen nahe, die Themen durch einzelne Teilnehmer priorisieren zu lassen, um das Weiterarbeiten in den folgenden Retrospektive-Schritten für Ihr Team zu erleichtern.

Und? Hat Sie die Starfish-Methode angesprochen?

Ein positiver Aspekt dieser Methode ist ja, dass sie in fast jedem Szenario angewandt werden kann, also ein sehr breites Spektrum an Projekten abdeckt. Also probieren Sie sie doch einfach in Ihrer nächsten Retrospektive aus und berichten uns von Ihren Erfahrungen. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an heureka@sophist.de. Wir sind gespannt auf Ihre Berichte.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Durchführen und ein gutes Gelingen für Ihr Projekt!

 

Quellen:
Titel: Who am I?
Quelle: iStockphoto
Autor: Pekic

 

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