Am Anfang war der Stakeholder (Teil 3): Techniken zur Ermittlung bewusster Stakeholder

Im zweiten Teil dieser Blogserie haben wir bereits festgestellt, dass bewusste Stakeholder diejenigen sind, die uns „von selbst“ einfallen. Allerdings sollten wir uns nicht darauf verlassen, dass uns diese Stakeholder hoffentlich irgendwann mal irgendwie einfallen.

Hier empfielt sich eine zunächst pragmatische Ermittlung, gefolgt von einer systematischen Ermittlung.

Der pragmatische Ansatz ist, eine Stakeholder-Tabelle anzulegen, und diese mit den Informationen zu füllen, die uns „von selbst“ einfallen. Die Tabelle sollte dafür zumindest für jede der Säulen der Stakeholderermittlung eine Spalte haben, also Person, Rolle und Wissensgebiet. In dieser Phase ist es normal, dass wir Personen in die Liste schreiben, von denen wir (noch) nicht wissen, für welches Wissensgebiet oder welche Rolle wir sie genau benötigen, oder dass wir Wissensgebiete oder Rollen identifizieren, für die wir noch keine konkreten Personen kennen.

Der nächste Schritt ist, die Lücken in der Tabelle zu füllen. Welche konkreten Personen sind Vertreter für eine identifizierte Rolle oder ein identifiziertes Wissensgebiet? Hierfür ist weitere Ermittlungsarbeit nötig (es empfehlen sich dafür v.a. Befragungs- und dokumentenzentrierte Techniken).

Durch Befragung anderer Projektbeteiligter und Stakeholder können auch von ihnen die Stakeholder für das System ermittelt werden, die ihnen bewusst sind. Konkret kann dies durch Interviews oder Fragebögen geschehen. Sehr bewährt haben sich auch Workshops zur Identifikation von Stakeholdern, in welchen die in dieser Blog-Serie beschriebenen Techniken in der Gruppe durchgeführt werden.

Blog07.09.2016

Teil 1: Am Anfang war der Stakeholder (Teil 1): Die drei Säulen der Stakeholder-Ermittlung

Teil 2: Am Anfang war der Stakeholder (Teil 2): Von bewussten, unbewussten und unterbewussten Stakeholdern

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