Vergessene Handwerkskunst

Wussten Sie, dass der Paneuropäische Radweg, der von Paris nach Prag führt, nicht etwa durch Nürnberg sondern durch die Nachbarstadt Lauf a. d. Pegnitz läuft? Am Marktplatz der Stadt finden Sie übrigens auch heraus, wie viele Kilometer Sie noch bis Paris bzw. Prag zu radeln haben, falls Sie diesem Radweg einmal folgen wollen.

Diese Informationen und noch viele mehr erhielten wir SOPHISTen bei unserem allmonatlichen gemeinsamen Freizeitabend im September. Man sollte denken, dass man seine Heimat kennt. Doch einige SOPHISTen aus Nürnberg und Umland waren bei der Stadtführung in Lauf doch sehr positiv überrascht, welch schöner Ort hier in unserer nahen Umgebung liegt. Einige von uns hatten Lauf davor noch nie besucht.

Wir starteten also mit einer Stadtführung am Wenzelsschloss mit seinem achtbaren Wappensaal, der in Europa und damit wohl auch in der ganzen Welt einmalig ist. Man kann die Geschichte in diesem Saal förmlich riechen. Weiter ging es über Spital und Spitalkirche und weiter durch kleine Gässchen zum sehenswerten Marktplatz mit dem alten Rathaus. Auch unsere in Lauf geborenen und aufgewachsenen SOPHISTen konnten dort noch etwas Neues über ihre Heimatstadt lernen. Nach einem kurzen Abstecher in die Tiefen der Laufer Altstadt (Felsenkeller unter dem gesamten Marktplatz, die früher z. B. als Eiskeller genutzt wurden) erreichten wir als letzte Station der Stadtführung die Johanniskirche.

„Was hat dies nun mit vergessener Handwerkskunst zu tun?“ werden Sie sich vielleicht fragen. Die ursprüngliche Idee für diesen Abend kam aus einem Gespräch zustande, in dem es um Handwerk ging, welches man heute kaum mehr kennt geschweige denn selbst kann. Wir landeten schließlich bei der Idee, uns beibringen zu lassen wie früher stumpfe Messer und Scheren geschliffen wurden.

Unser weiterer Weg durch Lauf endete somit an der Schleifmühle an der Pegnitz, die die Altstadtfreunde Lauf in jahrelanger und liebevoller Arbeit wieder auf Vordermann gebracht haben. Ein Augenschmaus. Ein paar stumpfe Messer mitgebracht, wurde die Mühle in Gang gesetzt, die Schleifsteine zum Drehen gebracht und uns gezeigt, wie man stumpfe Messer schärft.

Der Originalzustand der Mühle mit all ihren Zahnrädern, Antriebswellen, Riemen, Wasserzuführungen, Auffangbecken und vielen weiteren (heute bereits) historisch anmutenden Gegenständen hat uns doch sehr beeindruckt. Ein Höhepunkt am Ende unseres Weges durch das Schöne Lauf.

Unser herzlichster Dank gilt den Altstadtfreunden Lauf, im Besonderen Herrn Höfl, der uns mit interessanten Geschichten und Anekdoten den Gang durch die Stadt versüßt hat und sehr kurzweilig erschienen ließ.

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