„Hallo? Vermittlung?“ – Teil 3

Die nächste Runde der Blogserie zum Thema Wissensvermittlung ist eingeläutet. Und wir wollen uns der Antwort auf die Frage, wie Wissen im Requirements Engineering vermittelt werden kann, wieder einen Schritt nähern. Wie in dem letzten Beitrag angekündigt, stellen wir diesmal ein Modell zu diesem Thema vor.

Das Modell zur Wissensvermittlung zeigt grob die Zusammenhänge zwischen den zentralen Begriffen der Wissensvermittlung und hilft uns als Kommunikationsbasis. Denn nichts ist ärgerlicher als immer wieder stockende Diskussionen aufgrund unklarer Begrifflichkeiten.

Das Modell besteht zunächst aus den vier Begriffen Sender, Empfänger, Kompetenz und Vermittlungsmethode.


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Kompetenz

Die Kompetenz ist das, was vermittelt werden soll. Die Kompetenz definiert sich aus dem Wissen an sich und den drei Attributen Bereitschaft, Handlungsfähigkeit und Kontext. Im letzten Blogbeitrag zu dieser Serie haben wir bereits näher erläutert, um was es sich bei diesen Attributen handelt. Daher möchten wir für nähere Informationen auf diesen Beitrag verweisen.

Hier finden Sie den 2. Teil unserer Blogserie.

Sender

Der Sender ist der Kommunikationspartner, der die Kompetenz vermitteln möchte.

Empfänger

Der Empfänger ist der Kommunikationspartner, der die Kompetenz benötigt.

Vermittlungsmethode

Die Methode, mit der der Sender die Kompetenz an den Empfänger vermittelt. Vermittlungsmethoden sind zum Beispiel ein Vortrag oder gemeinsames Arbeiten an einem Thema.

Die Vermittlungsmethode an sich setzt sich aus einer Sozialform und einem oder mehrerer Handlungsmuster zusammen.


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Sozialform

Die Sozialform definiert, wie Sender und Empfänger miteinander kommunizieren und kooperieren. Mit der Sozialform wir zum Beispiel geregelt, ob die Kompetenz, wenn sie an mehrere Empfänger vermittelt werden soll, einzeln am die Empfänger oder in einer Gruppe vermittelt wird. Also Einzelcoaching oder Schulung einer gesamten Gruppe.

Handlungsmuster

Das Handlungsmuster beschreibt die Art und Weise, mit der die Kompetenz letztendlich übertragen wird oder werden soll. Handlungsmuster sind zum Beispiel ein Vortrag oder die Diskussion oder eine Präsentation.

Somit setzt sich eine Vermittlungsmethode immer zusammen aus „Wie kooperieren wir miteinander?“ und „Wie führen wir die Vermittlung konkret durch?“

Einflussfaktoren

Man ist nicht vollkommen frei in der Wahl der Vermittlungsmethode, da es eine Reihe von Einflussfaktoren gibt, welche in bestimmten Situationen die Vermittlung erfolgreich oder nicht erfolgreich machen. Als einfaches Beispiel nehmen wir das Binden einer Krawatte. Wir werden gefragt, ob wir jemanden zeigen können wie eine Krawatte gebunden wird. Wir werden dabei instinktiv dazu übergehen, dieser Person vorzuführen wie das Binden funktioniert. Aus irgendwelchen Gründen werden wir nicht versuchen diese Kompetenz in einem kurzen Gespräch zu vermitteln.

Welche Einflussfaktoren es gibt und wie sie sich auf die Wahl der Vermittlungsmethode auswirken, ist Thema eines der nächsten Beiträge zu unserer Blogreihe über die Wissensvermittlung.

Hier finden Sie den zweiten Teil der Blogserie.

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