250 Jahre Sandwich

Im Mai dieses Jahres jährt sich eine grundlegende kulinarische Erfindung der Menschheitsgeschichte zum 250. Mal.

Ganz genau, die Erfindung des Sandwich ;-)

Von vielen wohl als innovative Idee einer amerikanischen Fast Food-Kette deklariert, stammt die Stulle nicht aus den Vereinigten Staaten, sondern aus dem beschaulichen England.

Einst holte der englische Aristokrat John Montagu, Herr über das Örtchen Sandwich, König Charles II. aus dem holländischen Exil auf dem Seeweg zurück nach England. Aus großer Dankbarkeit darüber verlieh man ihm den Titel des (vierten) Earl of Sandwich.
Als leidenschaftlicher Kartenspieler, der ungern Spielpausen einlegte, befahl er seinem Butler eines Tages im Jahr 1762, ihm eine Scheibe Rindfleisch zwischen zwei Brötchen zu servieren. Einerseits um ohne Zeitverlust weiterspielen zu können und andererseits um sich die Finger sauber zu halten. Seine Mitspieler bestellten sich daraufhin die gleiche Mahlzeit wie ihr Gastgeber, „ein Brot wie Sandwich“.

Es ist übrigens König Charles II. zu verdanken, dass wir kein Portsmouth, sondern ein Sandwich essen. Ursprünglich war angedacht, Montagu den Titel Earl of Portsmouth zu verleihen, doch der König disponierte kurzfristig um.

Laut Orlando Montagu, Sohn des elften Earl of Sandwich, war dies aus heutiger Sicht die Geburtsstunde des Fast Food. Seitdem wurden belegte Brötchen als Alternative zu einem warmen Dinner selbst in Adelskreisen akzeptiert und toleriert.

Der Geburtstag wird am 12. und 13. Mai in Sandwich in der Grafschaft Kent gefeiert. Unter anderem mit einem Barockkonzert mit Werken Georg Friedrich Händels, dem Lieblingskomponisten des vierten Earls. Außerdem wird es noch einen Wettbewerb um das beste Sandwich geben. Hierbei stellt sich unter anderem Sandwichs Partnerstadt Honfleur (Normandie) zur Herausforderung „Sandwich gegen Baguette“.

Was es dort zu essen gibt, dürfte wohl klar sein ;-)

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