SOPHIST und IREB auf der CONQUEST 2010

Unser Beitrag für die CONQUEST 2010 in Dresden:
–    2 SOPHIST Vorträge
–    SOPHIST Kundenvortrag (Bundesagentur für Arbeit)
–    SOPHIST Tutorial mit Chris Rupp
–    SOPHIST Ausstellungsstand (GOLD-Sponsor)
Und auch der IREB e.V. wird vor Ort sein:
–    IREB Vortrag mit Chris Rupp und Rainer Grau
–    IREB Ausstellungsstand (Silber-Sponsor)

Veranstaltungsort: Center des Maritim Hotels Dresden

SOPHIST Vortrag:
Mi. 22. 09.2010 – 10:20 bis 11:05 Uhr (Slot A3.1)

Chris Rupp, Hajo Hoffmann:
Klassische Anforderungen vs. Product Backlog

Die Vorteile agiler Softwareentwicklung haben sich mittlerweile auch außerhalb von universitären Projektgruppen und New-Media Start-Ups herumgesprochen. Dass sich direktere Kommunikation, ein verringerter administrativer Aufwand und insbesondere kürzere Integrationszyklen positiv auf Projekte auswirken, wird heutzutage auch in manch großem Konzern praktisch erlebt. Insbesondere das Vorgehensmodell SCRUM und Abwandlungen davon setzen sich immer weiter durch.

Auch wenn das Erstellen von klassischen System-Spezifikationen angesichts von Product- und Sprint-Backlogs fast archaisch anmutet, sind die meisten Prinzipien des modernen Requirements Engineerings auch im Rahmen agiler Prozesse richtig und wichtig.

Erfahren Sie  in diesem Vortrag, warum welche Methoden des RE auch für agile Vorgehensweisen wie SCRUM sinnvoll oder notwendig sind, wie Sie vorhandene RE-Prozesse modernisieren können und welche Paradigmenwechsel sich für diejenigen ergeben, die bislang der Meinung sind, dass sich RE und SCRUM nicht vereinbaren lassen.
SOPHIST Vortrag:
Mi, 22.09.2010 – 11:10 bis 11:55 Uhr (Slot A3.2)

Chris Rupp:
Systemanalyse auf den Punkt gebracht

Die Wünsche der Kunden und Anwender zu kennen, ist heute der entscheidende Faktor in der Systementwicklung. Aber wissen Sie, wie Sie am besten an die bewussten, unbewussten und unterbewussten Anforderungen Ihrer Anwender herankommen? Moderne Requirements Engineering Methoden bieten Ihnen hierzu zahlreiche Alternativen zu Interviews und dicken Pflichtenheften.

Der geschickte Einsatz von Ermittlungstechniken ist eine Schlüsselkompetenz auf dem Weg zu Systemlösungen, die das Herz der Benutzer höher schlagen lassen und dabei in „Internetzeit“ fertig sein müssen.

Gewonnenes Wissen muss dann dokumentiert werden, so dass es lesbar, ausschreibbar, realisierbar und wartbar ist. An einem Beispiel aus der Praxis zeigt der Vortrag einige Notationstechniken (wie Templates) und deren Anwendung im Projekt, sowie Möglichkeiten der Qualitätsprüfung und -verbesserung von Anforderungen anhand z.B. des SOPHIST REgelwerks.

Ziele:
Der Vortrag zeigt, woran Requirements Engineering häufig scheitert, aber auch wie sie genau diese Stolpersteine überspringen ohne zu stolpern.

 

SOPHIST Kundenvortrag (Bundesagentur für Arbeit);Mi, 22.09.2010 – 12:00 bis 12:45 Uhr (Slot A3.3)

Dr. Stefan Walburg, Dr. Christian Brandes (beide Bundesagentur für Arbeit):
Modelle und Qualität–natürliche Verbündete

Repräsentationsform und Formalisierungsgrad von Anforderungen können bekanntlich sehr unterschiedlich  sein. So reicht das Spektrum von informellem Prosatext bis hin zu formalen  Modellen. In der Praxis findet man meist einen pragmatischen Mix aus beiden Welten. Entscheidend für jede Anforderungsspezifikation ist das Einhalten  definierter und etablierter Qualitätskriterien wie z.B. Vollständigkeit,  Eindeutigkeit, Konsistenz und Testbarkeit. Der Vortrag zeigt, wie eine modellbasierte Anforderungsspezifikation dazu beitragen kann, die  Qualitätsmerkmale von Anforderungen signifikant positiv zu beeinflussen. Auf  diese Weise wird außerdem eines der wichtigsten QS-Ziele – die möglichst frühe  Fehlerfindung zur kostengünstigeren Behebung – unterstützt.

Testen wiederum – als wichtigster  Baustein der Qualitätssicherung – heißt zu prüfen, ob Anforderungen korrekt  umgesetzt wurden. Entsprechend stellen Anforderungen nicht nur für Entwickler, sondern auch für Tester das zentrale Eingangsartefakt dar. Die Qualität von Anforderungen bestimmt dabei maßgeblich die erreichbare Qualität des Tests. Der Vortrag zeigt anhand des im IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit eingeführten Softwareentwicklungsprozesses, wie eine enge Verzahnung zwischen Requirements Engineering und  Test aussehen kann, indem skizziert wird, welche Testaktivitäten auf welchen Analysemodellen aufsetzen. So  können beispielsweise abstrakte Testfallkandidaten aus UseCase-Ablaufdiagrammen  generiert werden, wenn sich beide Disziplinen auf eine Grundmenge von  Spezifikationskonventionen einigen.

 

SOPHIST Tutorial:
Mo, 20.09.2010 – 09:00 bis 16:00 Uhr (Ganztages-Tutorial)

Chris Rupp:
Die perfekte CPRE-Vorbereitung

Haben Sie aus langjähriger Praxiserfahrung bereits fundierte Kenntnisse im Requirements Engineering Bereich oder haben Sie bereits ein CPRE Training besucht? Dann können Sie sich mit diesem Tutorial gezielt auf die Prüfung zum Certified Professional for Requirements Engineering (CPRE) vorbereiten. Anhand von Übungsfragen werden wir sämtliche Inhalte des IREB Lehrplans für den Foundation Level (2.0) in einem Tag durchsprechen. Für Sie bedeutet dies in prüfungsähnlicher Situation nochmals Ihr Wissen hinsichtlich des aktuellen Standes zu bewerten und zu prüfen ob Sie bereits fit sind für die Zertifizierungsprüfung. Mit Ihrem Vorwissen, Ihrer Praxiserfahrung und diesem Intensivkurs sind Sie hervorragend für die Zertifizierung vorbereitet.

Es werden u.a. die folgenden Themen behande

  • Faktoren für ein optimiertes Requirements Engineering und deren Einfluss während der Anforderungsanalyse
  • Die Bedeutung von Systemgrenzen und Schnittstellen für das System und für die Analyse
  • Arten von Anforderungen
  • Qualitätskriterien für die Bewertung von Anforderungen und Anforderungsdokumenten
  • Grundlegende Techniken (u. Varianten), um von Stakeholdern Anforderungen zu ermitteln
  • Verschiedene gängige Möglichkeiten für natürlichsprachliche Dokumentation von Anforderungen
  • Mehrere Modellierungsarten für die moedellbasierte Dokumentation von Anforderungen (Use Case, Aktivitätsdiagramm, Zustandsautomat, Klassendiagramm, …)
  • Anforderungen prüfen und abstimmen
  • Methoden und Werkzeuge im Requirements Engineering – was müssen diese können und wie evaluiert man diese?

 

IREB e.V. Vortrag
Mi, 22.09.2010 – 15:20 bis 16:05 Uhr (Slot C4.1)

Chris Rupp (SOPHIST GmbH), Rainer Grau (Zühlke Engineering AG):
Die RE-Völkerverständigung – Wissenswertes rund um die Zertifizierung zum „Certified Professional for Requirements Engineering“

In den Unternehmen setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass Requirements Engineering (RE) ein guter und wichtiger Ansatz ist, um Projekte zum Erfolg zu führen. Doch es gibt viele Arten Requirements Engineering zu betreiben und so besteht gerade räumlich verteilten Projekten häufig das Problem, ob denn der Entwickler auch wirklich versteht, was der Analytiker spezifiziert hat. Eine Standardisierung im Requirements Engineering und damit eine international verständliche Kommunikationationsbasis zu erreichen, ist die Zielsetzung des International Requirements Engineering Boards (IREB) e.V., der im Jahr 2007 gegründet wurde.

Unter dem Vorsitz von Chris Rupp und Rainer Grau haben sich dort führende RE-Experten aus Wirtschaft, Beratung, Forschung und Wissenschaft zusammengeschlossen u.a. Suzanne Robertson, Dr. Peter Hruschka, Prof. Dr. Klaus Pohl u.a.

Ihr Ziel ist es die Ausbildung im Bereich Requirements Engineering zu verbessern und zu vereinheitlichen, so dass Requirements Engineers weltweit die „gleiche Sprache“ sprechen. Hierzu haben sie einen Lehrplan und das Zertifikat „Certified Professional for Requirements Engineering“ (CPRE) entwickelt, nach welchem bereits weltweit über 2.500 Personen erfolgreich zertifiziert wurden.

Es werden Punkte rund um den IREB e.V., die Zertifizierung und die Schulungsmöglichkeiten, die Prüfungsverfahren und Prüfungsfragen angesprochen. Der Vortrag hebt auch die entscheidenden Unterschiede zum „Business Analysten“, „IIBA“ und „BABOK“ hervor.

Weitere Vortragsinhalte sind u.a.:

  • Bedeutung des Requirements Engineering für den Projekterfolg anhand von Studienbelegen
  • Hintergrundinformationen, Geschichte und Ziele zum IREB e.V.
  • Die interne Zusammenarbeit der Vereinsmitglieder
  • Die Lehrplan-Inhalte und der Aufbau der Zertifizierungsstufen
  • Wie der IREB e.V. und die SOPHISTen zusammenarbeiten
  • Wie Zertifizierungsinstitute mit dem IREB zusammenarbeiten
  • Internationalität: Die weltweite Zertifizierungsmöglichkeit und Prüfungsabnahme; Länder in denen der CPRE-Standard bereits aktiv ist
  • Einige statistische Zahlen
    Beispiele für Prüfungsfragen und gemeinsames durchspielen
  • Vorstellung des Vorbereitungsbuch zur Prüfung „Basiswissen Requirements Engineering“
  • Ausblick auf die Zukunft und den Advanced Level

 

Mehr Informationen unter:

www.isqi.org/konferenzen/conquest/2010/program/

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