Frohe Weihnachten!

Von drauß‘ vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!

Ja, ja – ich weiß: jetzt kommt sie auch noch mit dem alten Spruch von Theodor Storm daher. Aber vielleicht lohnt es sich ja doch?

Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;Tja, so einiges aus dem Gedicht erinnert mich ein bisschen an Nürnberg in der Adventszeit. Die Stadt erstrahlt in Weihnachtsbeleuchtung und goldenen Sternen. Durch die Straßen der Altstadt weht Glühweinduft – mit einem Einschlag von gebrannten Mandeln und Bratwürsten.Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit großen Augen das Christkind hervor;Na gut, das ist dann in Nürnberg wohl eher die Lorenzkirche, wo unser Christkindla the world famost „Christkindlesmarkt“ eröffnet hat. Das war aber schon am 28.11. und morgen macht er wieder zu, um 14 Uhr. Trotzdem schön war’s. Glühwein vor alter Kulisse und a bisserl Schnee.

Und wie ich so strolcht‘ durch den finstern Tann,
Da rief’s mich mit heller Stimme an:
„Knecht Ruprecht“, rief es, „alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!

Finsteren Tann oder was davon übrig geblieben ist, gibt es hier bloß noch bei den Christbaum-Verkäufern. Gut, dass ich mich darum nicht kümmern muss. Ich fahr raus auf’s Land zu meiner Familie. Aber sputen muss ich mich doch, damit ich auch alles vorbereitet habe für morgen. Dann mal schnell weiter mit dem Gedicht:

Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Himmelstor ist aufgetan,
Alt‘ und Junge sollen nun
Von der Jagd des Lebens einmal ruhn;
Und morgen flieg ich hinab zur Erden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!“
Ich sprach: „O lieber Herre Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo’s eitel gute Kinder hat.“

Klar, hier sind ja auch die SOPHISTen zu Hause.

– „Hast denn das Säcklein auch bei dir?“
Ich sprach: „Das Säcklein, das ist hier:
Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
Essen fromme Kinder gern.“
– „Hast denn die Rute auch bei dir?“
Ich sprach: „Die Rute, die ist hier;
Doch für die Kinder nur, die schlechten,
Die trifft sie auf den Teil, den rechten.“
Christkindlein sprach: „So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!“

Na, da hatten wir aber Glück, denn an der Weihnachtsfeier gab’s lecker Lebkuchen für alle.

Von drauß‘ vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich’s hierinnen find!
Sind’s gute Kind, sind’s böse Kind?

Darum wünsche ich nun allen ein schönes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und alles Gute für das Jahr 2009!

Ach, da war ja noch die Sache mit den „gute Kind, böse Kind“ – das wird nicht verraten.

Fröhliche Weihnachten!

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